Rezept: Die Kargower „Hof-Kruste“
Das ehrliche Mischbrot – Handgemacht aus hofeigenem Getreide
Die „Hof-Kruste“ ist das Aushängeschild unserer Manufaktur. Bei diesem Rezept mischt ihr das Mehl selbst: Die Kombination aus hellem, feinem Mehl und dem vollen Aroma des Vollkornmehls sorgt für ein kräftiges Brot mit Seele.
Die Zutaten (für 1 kg Brot)
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350 g feines Weizenmehl
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150 g Roggen-Vollkornmehl
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1 EL Weizenkleie (für den besonderen Biss und zusätzliche Ballaststoffe)
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330 ml lauwarmes Wasser
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1 Päckchen Trockenhefe (oder 1/2 Würfel Frischhefe)
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10 g Meersalz
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Eine Prise Malz (optional)
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2 EL unseres kaltgepressten Rapsöls (unser Tipp für eine geschmeidige Krume)
Zeitaufwand & Temperaturen
Schritt-für-Schritt-Anleitung
1. Die eigene Mischung ansetzen
Vermische das feine Weizenmehl, das Roggen-Vollkornmehl und die Kleie in einer Schüssel. Durch die Kleie und das Vollkornmehl bekommt das Brot eine rustikale Textur, die typisch für unsere Hof-Qualität ist. Füge Salz, Hefe und Malz hinzu.
2. Den Teig kneten
Gib das lauwarme Wasser und unser Rapsöl dazu.
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Knete den Teig für ca. 10 Minuten intensiv durch. Da Vollkornmehl und Kleie etwas mehr Zeit brauchen, um die Feuchtigkeit aufzunehmen, ist das gründliche Kneten wichtig für die spätere Elastizität.
3. Die Ruhephase (Gehzeit)
Lass den Teig abgedeckt an einem warmen Ort für 90 Minuten ruhen. In dieser Zeit entfaltet das Mehl sein volles Aroma und der Teig geht schön auf.
4. Formen und Backen
Heize den Ofen auf 210°C vor. Forme den Teig zu einem runden Laib und setze ihn auf ein Backblech. Ritze die Kruste oben leicht ein.
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Backzeit: Schiebe das Brot für 45–55 Minuten in den Ofen.
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Tipp für die Kruste: Eine Schale Wasser im Ofen sorgt dafür, dass das Brot nicht austrocknet und die Kruste schön kräftig wird.
5. Das Ergebnis
Nach dem Backen das Brot auf die Unterseite klopfen. Klingt es hohl? Dann ist deine Kargower Hof-Kruste perfekt! Vor dem ersten Anschnitt gut auskühlen lassen.
Warum Kleie und Vollkorn?
Durch die Zugabe von Weizenkleie zu unserem feinen Mehl holen wir die wertvollen Randschichten des Korns zurück in das Brot. Das schmeckt man nicht nur, das spürt man auch an der Sättigung.
Kargower „Körniger Naturbursche“
Das saftige Vollkornbrot mit Biss
Dieses Brot ist für alle, die es kernig lieben. Durch den hohen Anteil an Vollkornmehl und die Zugabe von Weizenkleie bleibt es tagelang frisch und saftig.
Die Zutaten (für 1 kg Brot)
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250 g Roggen-Vollkornmehl
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250 g feines Weizenmehl
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3 EL Weizenkleie
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50 g Saatenmix (z.B. Sonnenblumenkerne oder Leinsamen)
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350 ml lauwarmes Wasser
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1 Päckchen Trockenhefe
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12 g Meersalz
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2 EL unseres kaltgepressten Rapsöls
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1 EL Honig oder Rübensirup (für die dunkle Farbe und eine feine Süße)
Zeitaufwand & Temperaturen
Schritt-für-Schritt-Anleitung
1. Die „Kraft-Mischung“ vorbereiten
Vermische das feine Mehl, das Vollkornmehl, die Kleie und den Saatenmix in einer Schüssel. Streue das Salz und die Hefe darüber.
2. Den Teig anrühren
Löse den Honig im lauwarmen Wasser auf und gib es zusammen mit dem Rapsöl zum Mehl. Knete den Teig für ca. 12 Minuten. Vollkornteige dürfen ruhig etwas länger geknetet werden, damit die Kleie gut aufquellen kann und der Teig stabil wird.
3. Die Teigruhe
Decke den Teig ab und lass ihn für 75 Minuten an einem warmen Ort ruhen.
4. Das Backen in der Form
Da dieser Teig durch das Vollkornmehl oft etwas weicher ist, empfehlen wir das Backen in einer Kastenform:
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Fette die Form mit etwas Rapsöl ein.
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Gib den Teig hinein und streiche ihn mit nassen Händen glatt.
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Bestreue die Oberfläche nach Belieben mit ein paar extra Kernen oder Kleie.
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Heize den Ofen auf 200°C vor und backe das Brot für 50–60 Minuten.
5. Der Frische-Check
Nimm das Brot aus der Form und klopfe gegen den Boden. Wenn es hohl klingt, ist es fertig. Durch das Rapsöl und die Kleie bleibt dieses Brot besonders lange saftig.
Das Kargower „Schwarzbrot-Juwel“
Das Langzeit-Aroma-Wunder mit Sauerteig & Leinöl
Dieses Brot ist für Genießer, die das Besondere suchen. Durch eine Ruhezeit über Nacht und die Kombination aus Sauerteig und eurem kräftigen Leinöl (oder Hanföl) entwickelt es eine Tiefe, die man bei normalem Brot vergeblich sucht.
Die Zutaten (für 1 kg Brot)
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250 g Roggen-Vollkornmehl
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200 g feines Weizenmehl
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50 g Weizenkleie
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200 g aktiver Roggen-Sauerteig
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300 ml lauwarmes Wasser
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60 ml kaltgepresstes Leinöl (oder Hanföl für eine herbe Note)
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12 g Meersalz
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1 EL Honig oder Rübensirup (unterstützt die dunkle Farbe)
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Optional: 50 g Sonnenblumenkerne (eingelegt in Wasser)
Zeitaufwand & Temperaturen
Das Besondere: Die Zubereitung über Nacht
1. Den „Aroma-Teig“ kneten
Vermische alle Mehle, die Kleie und das Salz. Gib den Sauerteig, das Wasser, den Honig und das Leinöl hinzu. Knete den Teig für ca. 10 Minuten. Er wird eher fest und kompakt sein – das ist für ein echtes Schwarzbrot genau richtig.
2. Die kalte Führung (Der Geheimtipp)
Anstatt den Teig sofort zu backen, gibst du ihn in eine eingefettete Kastenform. Decke die Form fest mit Folie oder einem Deckel ab und stelle sie für 12 bis 15 Stunden in den Kühlschrank.
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Warum? In dieser Zeit fermentiert der Sauerteig ganz langsam. Die Kleie saugt sich mit dem Leinöl voll, wodurch das Brot später diese unglaubliche Saftigkeit erhält.
3. Vorbereitung am Backtag
Nimm die Form aus dem Kühlschrank und lass sie ca. 60 Minuten bei Zimmertemperatur akklimatisieren. Der Teig sollte nun kleine Bläschen an der Oberfläche zeigen.
4. Das schonende Backen
Heize den Ofen auf 180°C vor. Da wir Leinöl verwenden, backen wir bei niedrigerer Temperatur etwas länger, um die wertvollen Inhaltsstoffe des Öls nicht zu zerstören.
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Backe das Brot für 60–70 Minuten.
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Tipp: Wenn du magst, bestreiche die Oberfläche 10 Minuten vor Ende der Backzeit mit etwas Wasser, dann glänzt es schön dunkel.
5. Geduld nach dem Backen
Ein Sauerteig-Schwarzbrot mit viel Öl braucht Zeit, um sich zu setzen. Schneide es am besten erst 24 Stunden nach dem Backen an. Das Aroma ist dann voll entwickelt und die Scheiben lassen sich perfekt schneiden.
Warum das „Juwel“ so interessant ist:
Durch die Weizenkleie und das Leinöl entsteht eine chemische Verbindung, die Feuchtigkeit bindet. Dieses Brot wird nach 3 Tagen oft sogar noch besser und hält sich in einer Brotdose locker eine Woche frisch.
Das Kargower „Erdapfel-Brot“ (Duo-Variante)
Maximale Saftigkeit durch Kartoffeln, Hefe & Sauerteig
Dieses Brot ist die Krönung unserer Hofbäckerei. Die hofeigenen Kartoffeln halten es tagelang frisch, der Sauerteig sorgt für das Aroma und die Hefe macht es herrlich locker.
Die Zutaten (für 1 kg Brot)
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250 g gekochte Kartoffeln (vom Vortag, fein zerdrückt)
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400 g feines Weizenmehl
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100 g Roggen-Vollkornmehl
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2 EL Weizenkleie
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150 g aktiver Roggen-Sauerteig (Anstellgut)
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1/2 Würfel Frischhefe (oder 1 Päckchen Trockenhefe)
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ca. 180–200 ml lauwarmes Wasser (Vorsicht: Kartoffeln sind feucht!)
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12 g Meersalz
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2 EL kaltgepresstes Rapsöl
Zeitaufwand & Temperaturen
Schritt-für-Schritt-Anleitung
1. Die Basis vorbereiten
Zerdrücke die gekochten Kartoffeln sehr fein (am besten mit einer Kartoffelpresse). Vermische das feine Mehl, das Vollkornmehl und die Kleie in einer großen Schüssel.
2. Den Teig mischen
Löse die Hefe im lauwarmen Wasser auf. Gib nun den Sauerteig, das Hefewasser, das Kartoffelmus, das Salz und unser Rapsöl zu den trockenen Zutaten.
3. Das Kneten
Knete den Teig für ca. 10 Minuten.
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Tipp: Da die Kartoffeln nach und nach Feuchtigkeit abgeben, wird der Teig beim Kneten weicher. Gib das Wasser daher erst nach und nach zu, damit der Teig nicht zu klebrig wird.
4. Die Gehzeit
Decke den Teig ab und lass ihn an einem warmen Ort für 75 bis 90 Minuten ruhen. Durch die Kombination aus Hefe und Sauerteig wird der Teig spürbar an Kraft gewinnen.
5. Backen
Heize den Ofen auf 210°C vor. Forme einen rustikalen Laib und setze ihn auf ein Blech.
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Backe das Brot für 45–55 Minuten.
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Profis machen es so: Besprühe das Brot direkt nach dem Ofen mit ein wenig Wasser für einen schönen Glanz auf der rustikalen Kartoffelkruste.
Warum diese Kombination?
Durch den Sauerteig wird das Brot für den Magen leichter verträglich, während die Hefe dafür sorgt, dass die schwere Kartoffelmasse richtig schön angehoben wird. Das Ergebnis ist ein extrem saftiges Brot, das beim Aufschneiden herrlich duftet.
Kargower „Öl-Genuss“
Das saftigste Brot aus dem Ofen
Dieses Brot verwendet eine deutlich höhere Menge eurer wertvollen Öle. Es ist perfekt als Beilage zum Grillen, für Antipasti oder einfach pur.
Die Zutaten (für 1 kg Brot)
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400 g feines Weizenmehl
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100 g Roggen-Vollkornmehl
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2 EL Weizenkleie (hilft, das Öl im Teig zu binden)
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280 ml lauwarmes Wasser
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80 ml – 100 ml Öl (unser kaltgepresstes Rapsöl, Leinöl, Hanföl oder Sonnenblumenöl)
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1 Päckchen Trockenhefe
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12 g Meersalz
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Optional: Ein paar Zweige Rosmarin oder grobes Salz für obenauf.
Zeitaufwand & Temperaturen
Schritt-für-Schritt-Anleitung
1. Mischen mit Bedacht
Vermische die Mehle, die Kleie, das Salz und die Hefe. Bei dieser großen Menge Öl ist es wichtig, dass das Öl erst nach und nach zum Teig kommt.
2. Das „Emulgieren“ beim Kneten
Gib das Wasser und etwa die Hälfte des Öls zum Mehl. Beginne zu kneten. Wenn der Teig das Öl aufgenommen hat, gib den Rest des Öls (z. B. das nussige Hanföl) langsam dazu.
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Hinweis: Der Teig wird sehr weich, glänzend und geschmeidig sein. Das ist genau richtig! Knete ihn so lange, bis er trotz des Öls eine gute Bindung hat.
3. Lange Ruhezeit
Lass den ölreichen Teig für 90 Minuten an einem warmen Ort gehen. Das Öl macht den Teig schwerer, daher braucht die Hefe etwas mehr Kraft und Zeit, um ihn zu lockern.
4. Backen (am besten in einer Form oder als Fladen)
Durch das viele Öl ist der Teig weniger standfest.
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In der Form: Gib ihn in eine gefettete Kastenform.
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Als Fladen: Drücke ihn auf einem Backblech flach (wie eine Focaccia). Drücke mit den Fingern kleine Kuhlen in den Teig, in denen sich noch ein paar Tropfen Öl sammeln können.
5. Backen
Backe das Brot bei 200°C für ca. 40–50 Minuten. Das Öl brät die Kruste im Ofen quasi von innen heraus, was einen herrlichen Duft erzeugt.
Welches Öl für welchen Zweck?
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Kaltgepresstes Rapsöl: Der Allrounder. Macht das Brot goldgelb und fein-mild.
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Leinöl: Gibt eine sehr rustikale, fast fischig-nussige Note und eine dunklere Farbe. Sehr gesund!
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Hanföl: Sorgt für eine leicht grünliche Farbe und ein intensiv nussiges, krautiges Aroma.
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Sonnenblumenöl: Sehr mild, lässt den Geschmack des hofeigenen Getreides voll im Vordergrund.
Wichtiger Hinweis: Wenn ihr Leinöl verwendet, sollte die Backtemperatur nicht über 200°C liegen, um die empfindlichen Omega-3-Fettsäuren zu schonen.
